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E-Ride Pro DJ: Alle Infos, technische Daten & Deutschland Release 2027

E-Ride Pro DJ: Alle Infos, technische Daten & Deutschland Release 2027

Mit der E-Ride Pro DJ hat E-Ride Pro auf der EICMA 2026 in Mailand eines der spannendsten neuen Modelle der kommenden Saison vorgestellt. Wir konnten uns das Bike direkt vor Ort ansehen und haben zusätzlich einige interessante Informationen zur deutschen Version direkt vom deutschen Importeur erhalten.

Die DJ basiert in ihren Grundzügen auf der bekannten E-Ride Pro SR, geht technisch aber deutlich weiter. Verstärkter Rahmen, eine komplett neue Schwinge, ein deutlich größer dimensioniertes Fahrwerk, eine neue Hinterbaukinematik und gleich drei homologierte Radgrößen machen aus der DJ weit mehr als nur eine überarbeitete SR.

Besonders interessant für Deutschland: Die E-Ride Pro DJ soll sowohl als L1e Version als auch als L3e Version auf den Markt kommen. Die Auslieferung ist nach aktuellem Stand für Anfang 2027 geplant.

Stand: 6. November 2026
Die Angaben in diesem Artikel basieren auf den aktuell veröffentlichten Daten von E-Ride Pro sowie auf Informationen, die wir direkt auf der EICMA 2026 vom deutschen Importeur erhalten haben. Da sich das Fahrzeug noch vor dem europäischen Marktstart befindet, können sich einzelne Details bis zur finalen Serienversion noch ändern.

Das Wichtigste zur E-Ride Pro DJ auf einen Blick

  • Peak Leistung: 34 hp
  • Maximales Raddrehmoment: 630 Nm
  • 0 bis 50 km/h: 1,6 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller: bis 122 km/h
  • Akku: 72 V / 50 Ah / 3.600 Wh
  • Akkutechnologie: neueste Generation E-Ride Pouch Zellen, vom Hersteller als Semi Solid State bezeichnet
  • Reichweite: bis 100 km bei 40 km/h beziehungsweise bis 148 km bei 25 km/h
  • Fahrmodi: ECO, SPORT und RACE
  • Rekuperation: dreistufig einstellbar
  • Gewicht: 87,9 kg fahrfertig
  • Radgrößen in der europäischen CoC: 21/18, 19/18 und 17/17 Zoll
  • Europa Versionen: L1e und L3e
  • Voraussichtlicher Preis: rund 7.100 Euro
  • Deutschland Release: voraussichtlich Februar bis März 2027

Unsere ersten Eindrücke von der EICMA 2026

Wer die E-Ride Pro SR kennt, erkennt bei der DJ sofort die grundlegende Verwandtschaft. Gleichzeitig wirkt das neue Bike in vielen Bereichen deutlich erwachsener und massiver.

E-Ride Pro hat nicht einfach mehr Motorleistung in das bestehende Konzept gepackt. Stattdessen wurden genau die Bereiche überarbeitet, die bei einem leistungsstarken Bike unter harter Belastung entscheidend sind.

Der Hauptrahmen basiert grundsätzlich auf dem Konzept der SR, wurde laut unseren Informationen jedoch gezielt an den Stellen verstärkt, an denen beim Vorgängermodell unter hoher Belastung Flex auftreten konnte. Dazu kommen deutlich massivere Achsaufnahmen und eine komplett neu entwickelte Hinterradschwinge.

Unser Eindruck auf der Messe war deshalb ziemlich eindeutig: Die DJ soll nicht einfach nur schneller sein. Sie wurde deutlich stärker auf Sprünge, hohe Belastungen und echten Offroad Einsatz ausgelegt.

Warum heißt die E-Ride Pro DJ eigentlich DJ?

Das Kürzel DJ steht für Dirt Jump. Der Name beschreibt ziemlich gut, in welche Richtung E-Ride Pro das neue Modell entwickelt hat.

Während die SR bereits viel Leistung in einem vergleichsweise leichten Fahrzeug bietet, wurde die DJ bei Rahmen, Schwinge, Fahrwerk, Bremsanlage und Hinterbau deutlich stärker auf hohe Belastungen ausgelegt.

Verstärkter Rahmen und komplett neue Schwinge

Eine der auffälligsten Änderungen gegenüber der bisherigen E-Ride Plattform ist die neue Hinterradschwinge. Sie fällt deutlich länger und massiver aus und wurde für höhere Belastungen und eine gesteigerte Verwindungssteifigkeit entwickelt.

Auch die Aufnahmen der Vorderachse, Hinterachse und die Verbindung zwischen Schwinge und Hauptrahmen wurden überarbeitet und verstärkt.

Diese Änderungen sind gerade bei einem Bike mit knapp 88 Kilogramm fahrfertigem Gewicht und der verfügbaren Motorleistung wichtig. Bei großen Sprüngen oder harter Offroad Belastung wirken deutlich höhere Kräfte auf Rahmen, Lagerstellen und Fahrwerk als bei leichteren E-Moto Plattformen.

Neues Linkage mit fünf Verstellpositionen

Besonders interessant ist der komplett überarbeitete Hinterbau. Die DJ verwendet ein neues Umlenkungssystem mit einer fünffach verstellbaren Linkage Geometrie.

Dadurch lässt sich die Charakteristik des Hinterbaus an Fahrer, Einsatzzweck und verwendeten Radsatz anpassen. Gerade in Verbindung mit den verschiedenen homologierten Radgrößen ergibt dieses System besonders viel Sinn.

Je nachdem, ob die DJ mit einem großen Offroad Radsatz oder einem kompakten Supermoto Setup gefahren wird, kann die Fahrzeuggeometrie entsprechend angepasst werden.

Deutlich größer dimensioniertes Fahrwerk

Auch beim Fahrwerk hat E-Ride Pro einen großen Schritt gemacht. Die Dimensionen und Einbaumaße liegen deutlich über denen des bisherigen SR Fahrwerks und bewegen sich eher in Richtung größerer E-Motocross Plattformen wie der Sur-Ron Ultra Bee.

Das bedeutet nicht, dass hier dasselbe Fahrwerk verbaut wird. Die Dimensionierung zeigt aber deutlich, für welche Belastungen die DJ entwickelt wurde.

Gabel, Dämpfer, Umlenkung und Schwinge sind deutlich massiver ausgelegt als bei der SR. Gerade für Fahrer, die größere Sprünge fahren oder das Bike regelmäßig auf anspruchsvollen Offroad Strecken einsetzen möchten, dürfte das einer der wichtigsten Unterschiede sein.

Drei Radgrößen direkt in der CoC

Für uns ist das wahrscheinlich eines der interessantesten Merkmale der europäischen E-Ride Pro DJ.

Nach den Informationen des deutschen Importeurs werden sowohl bei der L1e als auch bei der L3e Version drei verschiedene Radgrößen in den CoC Papieren eingetragen:

  • 21/18 Zoll für ein klassisches Enduro und Motocross Setup
  • 19/18 Zoll als vielseitiges Allround Setup
  • 17/17 Zoll für ein echtes Supermoto Setup

Damit lässt sich die DJ deutlich flexibler auf unterschiedliche Einsatzzwecke abstimmen als viele andere homologierte E-Motos.

Gerade das 17/17 Zoll Setup dürfte für Fahrer interessant sein, die das Fahrzeug überwiegend auf der Straße bewegen möchten. Mit 21/18 Zoll lässt sich die DJ dagegen deutlich stärker in Richtung klassisches Offroad Bike aufbauen.

Dass alle drei Größen bereits in der europäischen Homologation berücksichtigt werden sollen, ist aus unserer Sicht ein großer Vorteil.

34 hp Peak Leistung und 630 Nm Raddrehmoment

Auch bei der Leistung setzt die DJ noch einmal deutlich nach. E-Ride Pro gibt eine Spitzenleistung von 34 hp sowie ein maximales Raddrehmoment von 630 Nm an.

Von 0 auf 50 km/h soll die DJ laut Hersteller in nur 1,6 Sekunden beschleunigen. Die maximale Geschwindigkeit wird mit bis zu 122 km/h angegeben.

Für die europäischen L1e und L3e Modelle sind die finalen homologierten Leistungswerte und Geschwindigkeiten aktuell noch nicht veröffentlicht. Deshalb beziehen wir uns an dieser Stelle ausschließlich auf die offiziellen Peak Angaben von E-Ride Pro.

ECO, SPORT und RACE

Für die Leistungsabgabe stehen drei Fahrmodi zur Verfügung:

  • ECO
  • SPORT
  • RACE

Zusätzlich lässt sich die Rekuperation in drei Stufen einstellen. Dadurch kann der Fahrer selbst bestimmen, wie stark das Bike beim Schließen des Gasgriffs über den Motor verzögert und Energie zurückgewinnt.

72 Volt Akku mit 3.600 Wh

Die E-Ride Pro DJ bekommt einen 72 Volt und 50 Ah großen Akku. Daraus ergibt sich eine Kapazität von 3.600 Wh.

Zum Einsatz kommt die neueste Generation der E-Ride Pouch Zellen. E-Ride Pro bezeichnet den neuen Akku als Semi Solid State Battery.

Laut Hersteller sind unter idealisierten Bedingungen bis zu 100 Kilometer Reichweite bei konstant 40 km/h möglich. Bei 25 km/h werden sogar bis zu 148 Kilometer angegeben.

Wie bei allen Reichweitenangaben hängen die tatsächlichen Werte natürlich stark von Fahrergewicht, Temperatur, Gelände, Geschwindigkeit, Reifendruck und Fahrweise ab.

Für den Ladebereich von 20 auf 90 Prozent gibt E-Ride Pro eine Ladezeit von ungefähr 3,5 Stunden an.

Neue Bremsanlage im Motorrad Stil

Mit der deutlich höheren Leistung wurde auch die Bremsanlage entsprechend größer dimensioniert.

Vorne und hinten kommen 240 mm Bremsscheiben zum Einsatz. Gebremst wird über schwimmend gelagerte 2 Kolben Bremssättel.

Schon beim ersten Blick auf das Fahrzeug fällt auf, dass die Anlage wesentlich kräftiger ausgelegt ist als bei den bisherigen leichteren E-Ride Modellen. Von Größe und Aufbau geht das System deutlich stärker in Richtung klassischer Motorrad beziehungsweise Ultra Bee Bremsanlage.

Zusätzlich unterstützt die einstellbare Motorrekuperation die Verzögerung.

Wheelie Control serienmäßig

Eine weitere interessante Neuerung für die europäischen Modelle ist die serienmäßige Wheelie Control.

Nach den Informationen des deutschen Importeurs wird das System sowohl bei der L1e als auch bei der L3e Version verbaut.

Gerade bei der hohen Peak Leistung und der sehr direkten Beschleunigung dürfte das im Straßenbetrieb ein interessantes Assistenzsystem sein.

Display, App und moderne Fahrzeugelektronik

Die DJ erhält außerdem ein TFT Farbdisplay und eine umfangreichere elektronische Fahrzeugsteuerung.

Über die E-Ride App sollen unter anderem Fahrzeugdaten und Batteriestatus abgerufen werden können. Darüber hinaus sind Diagnosefunktionen, Firmware Updates und Einstellungen der Leistungscharakteristik vorgesehen.

Damit entwickelt sich die DJ auch bei der Software deutlich weiter und verbindet die klassische E-Moto Plattform stärker mit moderner Fahrzeugelektronik.

Beleuchtung und Straßenausstattung

Für die Straßenversionen besitzt die DJ eine vollständige Beleuchtungsanlage mit Frontscheinwerfer und Blinkern.

E-Ride Pro setzt vorne auf getrennte Motorrad Blinker, während die hinteren Blinker in das Heck integriert sind. Auch hier wirkt die DJ insgesamt stärker wie ein vollwertiges Motorrad und weniger wie ein nachträglich homologiertes Offroad Bike.

Technische Daten der E-Ride Pro DJ

Modell E-Ride Pro DJ
Bedeutung DJ Dirt Jump
Peak Leistung 34 hp
Maximales Raddrehmoment 630 Nm
0 bis 50 km/h 1,6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller Bis 122 km/h
Fahrmodi ECO / SPORT / RACE
Rekuperation 3 Stufen
Akku 72 V / 50 Ah
Kapazität 3.600 Wh
Akkutechnologie Semi Solid State, neueste Generation E-Ride Pouch Zellen
Reichweite Bis 100 km bei 40 km/h / bis 148 km bei 25 km/h
Ladezeit 20 bis 90 Prozent Ca. 3,5 Stunden
Serienbereifung Vorne 80/100-19 / hinten 100/90-18
CoC Radgrößen Europa 21/18, 19/18 und 17/17 Zoll
Sitzhöhe 890 mm, einstellbar von ca. 880 bis 900 mm
Radstand 1.345 mm
Lenkerbreite 800 mm
Bodenfreiheit 300 mm
Fahrfertiges Gewicht 87,9 kg
Maximale Zuladung 150 kg
Bremsscheiben 240 mm vorne und hinten
Bremssättel Schwimmend gelagerte 2 Kolben Bremssättel
Europäische Versionen L1e und L3e
Farbe Voraussichtlich Schwarz
Deutschland Release Voraussichtlich Februar bis März 2027
Voraussichtlicher Preis Ca. 7.100 Euro

E-Ride Pro DJ als L1e und L3e Version

Für den europäischen Markt ist die DJ nach aktuellem Stand sowohl als L1e als auch als L3e Version vorgesehen.

Die finalen homologierten Leistungswerte und Höchstgeschwindigkeiten der beiden Varianten wurden bislang noch nicht veröffentlicht. Sobald uns die finalen europäischen Daten vorliegen, werden wir diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

Besonders wichtig: Nach Aussage des deutschen Importeurs sollen die drei Radgrößen 21/18, 19/18 und 17/17 Zoll bei beiden Versionen in den CoC Papieren berücksichtigt werden.

E-Ride Pro DJ vs. E-Ride Pro SR

Auf den ersten Blick könnte man die DJ als stärkere Weiterentwicklung der E-Ride Pro SR betrachten. Technisch geht das neue Modell aber deutlich weiter.

Der grundlegende Rahmenaufbau ist weiterhin erkennbar, wurde jedoch an wichtigen Stellen verstärkt. Dazu kommen die deutlich massivere und längere Schwinge, neue Achsaufnahmen, das größere Fahrwerk, das komplett neue Linkage und die stärkere Bremsanlage.

Vor allem Fahrer, die ihre E-Ride regelmäßig im härteren Gelände bewegen oder größere Sprünge fahren, dürften diese Änderungen deutlich merken.

Gleichzeitig macht die Homologation verschiedener Radgrößen die DJ vielseitiger. Sie lässt sich vom großen 21/18 Zoll Offroad Setup bis hin zum 17/17 Zoll Supermoto Setup auf sehr unterschiedliche Einsatzzwecke abstimmen.

Was kostet die E-Ride Pro DJ in Deutschland?

Ein finaler deutscher Verkaufspreis wurde bislang noch nicht offiziell veröffentlicht.

Nach den aktuellen Informationen wird sich die E-Ride Pro DJ preislich ungefähr auf dem Niveau der E-Ride Pro SR bewegen. Wir rechnen deshalb aktuell mit einem Verkaufspreis von etwa 7.100 Euro.

Sobald der finale deutsche Preis bestätigt ist, aktualisieren wir diese Angabe.

Wann kommt die E-Ride Pro DJ nach Deutschland?

Der Marktstart in Deutschland ist nach aktuellem Stand für Februar bis März 2027 geplant.

Ein konkreter Anlieferungs oder Auslieferungstermin steht aktuell noch nicht fest. Auch hier werden wir den Artikel aktualisieren, sobald wir vom Importeur weitere Informationen erhalten.

E-Ride Pro DJ bei EmotoWorld

Die E-Ride Pro DJ wird nach aktuellem Stand Anfang 2027 bei EmotoWorld erhältlich sein.

Alle aktuell verfügbaren Varianten, technische Details und die geplante Verfügbarkeit findest du bereits auf unserer Produktseite.

Für wen lohnt sich die E-Ride Pro DJ?

Die DJ dürfte vor allem für Fahrer interessant sein, denen die bisherige E-Ride Pro Plattform zwar grundsätzlich gefällt, die sich aber mehr Reserven bei Fahrwerk, Rahmen und Bremsanlage wünschen.

Gerade für anspruchsvollen Offroad Einsatz, größere Sprünge und schnelle Strecken ist das deutlich massiver aufgebaute Fahrwerk ein großer Fortschritt.

Gleichzeitig ist die DJ ungewöhnlich vielseitig. Durch die drei vorgesehenen Radgrößen kann dasselbe Bike sowohl als klassisches Offroad Fahrzeug, als Allrounder oder mit 17 Zoll Rädern als echtes Supermoto Setup aufgebaut werden.

Damit spricht die DJ nicht nur reine Motocross Fahrer an, sondern auch Nutzer, die ein leistungsstarkes E-Moto für Straße und Gelände suchen und ihr Fahrzeug später an den eigenen Einsatzzweck anpassen möchten.

Unser Fazit zur E-Ride Pro DJ

Nach unserem ersten Eindruck auf der EICMA ist die E-Ride Pro DJ eine der interessantesten Weiterentwicklungen, die E-Ride Pro bislang vorgestellt hat.

Besonders positiv finden wir, dass sich die Änderungen nicht nur auf mehr Leistung konzentrieren. Rahmen, Schwinge, Achsaufnahmen, Fahrwerk, Hinterbau und Bremsanlage wurden deutlich stärker auf die Belastungen eines leistungsfähigen Offroad Bikes ausgelegt.

Unser persönliches Highlight bleibt allerdings die europäische Homologation. Drei Radgrößen in den CoC Papieren und das sowohl bei der L1e als auch bei der L3e Version eröffnen Möglichkeiten, die man bei vielen anderen homologierten E-Motos aktuell nicht hat.

Wenn sich zusätzlich der angekündigte Preis von ungefähr 7.100 Euro bestätigt, dürfte die DJ für viele Fahrer eine sehr interessante Alternative zur bisherigen SR und zu größeren E-Motocross Plattformen werden.

Wir werden diesen Artikel bis zum Marktstart laufend aktualisieren, sobald neue bestätigte Informationen zur europäischen Version, zum Preis oder zur Auslieferung verfügbar sind.

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